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Der Legende nach haben Bernhardiner in früheren Zeiten als Bergrettungshunde in der Schweiz ein Schnapsfass um den Hals getragen und mit dem „Lebenswasser“ fast erfrorenen Menschen wieder Lebenskraft eingeflößt und sie dann ins Tal gebracht.

Auch wenn inzwischen wohl erwiesen ist, dass der Teil mit den Schnapsfässern wirklich nur eine Legende ist, so weiß doch jeder, der mal völlig durchgefroren in ein Gasthaus eingekehrt ist und dort erst einmal einen Schnaps bekommen hat, wie es sich anfühlt, wenn die Lebensgeister zurückkehren.

Und bis heute denkt man bei einem Schnapsfass an einen Bernhardiner und bei einem Bernhardiner an ein Fass. Diese gutmütigen, großen und starken Tiere sind der Inbegriff der Bergrettung.

Der berühmteste Bernhardiner hieß übrigens Barry und lebte vor über 200 Jahren am großen St. Bernhard. Er soll in seinem Leben über 40 Menschen aus den Bergen gerettet haben.

Barry lebte bei den Augustinermönchen und ist inzwischen so etwas wie der Nationalhund der Schweiz. Viele andere Bernhardiner wurden als Rettungshunde eingesetzt, aber keiner war so hilfreich und zuverlässig wie Barry.

Die Augustinermönche haben 200 Jahre lang täglich in Begleitung von Bernhardinern die Höhenwegen in der Grenzregion zwischen der Schweiz und Italien abgesucht und sollen dabei über 2.000 Menschen gerettet haben.

Heute setzt man Bernhardiner nicht mehr als Rettungshunde ein, heute sucht man die Berge mit Hubschraubern und Wärmebildkameras ab. Touristische geführte Bergwandertouren, die von Bernhardinern begleitet werden, gibt es aber immer noch.